Erstkommunion in Ittling

Jesus gibt zu verstehen „Bei mir bist du groß“

31  Kinder aus der Pfarrei St.Johannes Ittling nahmen die Einladung Jesu an – mit ihm gemeinsam Mahl zu feiern!

 

Die Erstkommunion ist ein wichtiges Fest für die Kinder, für die Pfarrgemeinde und für die Familien. Der erste Empfang des Leibes Christi (Hostie) wurde in der Familie und der Pfarrgemeinde gut vorbereitet und erhielt einen feierlichen Rahmen. Lange Vorbereitet und begleitet von Tischmüttern und der Gemeindereferentin Barbara Iberer, kam der lang ersehnte Tag. Am Sonntag dem 22. Mai 2022 war es dann endlich so weit, die Kinder konnten es kaum erwarten, endlich den Leib Christi zu empfangen. Insgesamt 29 Kinder, in 2 Gottesdiensten aufgeteilt, wurde der Segen zuteil, dieses Hohe Fest begehen zu dürfen. Pfarrer Stefan Altschäffel begrüßte die Mädchen und Buben auf das herzlichste in der Pfarrkirche St. Johannes in Ittling. Die Worte und das Bildmotiv greifen dabei die bekannte Begegnung des Zollpächters Zachäus mit Jesus in Jericho auf. Mit dem Taufgedächtnis bekannten die Kinder die Bereitschaft zum Empfang dieses Heiligen Sakramentes. Im Kyrie baten die Gläubigen um das Erbarmen Gottes. Die Lesung war aus der Offenbarung des Johannes. Im heiligen Evangelium nach Lukas wurde erzählt wie Jesus nach Jericho kam. Dort wohnte ein Mann namens Zachäus, er war der oberste Zollpächter und reich. Er wollte Jesus sehen, doch er war klein von Gestalt und stieg deshalb auf einen Maulbeerfeigenbaum. Als Jesus Zachäus dort oben sah, bat er ihn herunter zu steigen, denn er wolle heute in seinem Haus bleiben. Doch Zachäus war ein Sünder. Zachäus versprach sein Vermögen ab sofort zu teilen und es den Armen zu geben. Bei mir bist du groß, so könnte man das Treffen zwischen Jesus und Zachäus deuten. In der Predigt, es war mehr ein Predigtgespräch mit den Kindern von Pfarrer Stefan Altschäffel, wurde die Begegnung zwischen Jesus und Zachäus anschaulich betrachtet. Miteinander bedenken und austauschen, miteinander Mahl halten, sich an Regeln halten, mitfühlen und dazugehören. Dies ist der Grundgedanke der hinter dem Motto „Bei mir bist du groß“ steckt. Auch manche Menschen fühlen sich manchmal klein und verloren, gehören nicht dazu, werden ausgeschlossen aus der Klicke in der Schulgemeinschaft im Freundeskreis? Bei Jesus und im Glauben sind wir immer willkommen, gehören dazu! Bei Gott seid ihr alle groß. Dieses Gefühl konnten nun alle Gläubigen, vor allem die Erstkommunionkinder nachspüren. Pfarrer Stefan Altschäffel verdeutlichte: Gott sieht dich und trägt dich wo immer du auch bist. In dieser Gemeinschaft sind nun die Kommunionkinder mit aufgenommen, vor allem dann spürbar bei jedem Empfang des Leibes Christi in Form einer Hostie. In den Fürbitten wurde dieser Feier gedacht und der Gnade gedankt, dass uns dies hier und heute möglich ist. Vielen Kindern bleibt diese Erfahrung verborgen, durch Krieg und anders Leid. Aber auch durch Voreingenommenheit mancher Erziehungsberechtigter. Leider haben manche Kleriker an dieser Situation Schuld auf sich geladen und sollten wie Zachäus auf einen Baum steigen um wieder groß zu sein.

Endlich war der Zeitpunkt gekommen und die Mädchen und Buben durften mit Jesus Mahl feiern. Als äußeres Zeichen empfingen sie zum ersten Mal den Leib Christi in Form einer Hostie. Man möge sich diesen erhebenden Moment vorstellen indem man sich die eigene Erstkommunion in Erinnerung ruft. In diesem erhebenden Moment bist du groß. Gott und die Gesellschaft bewahre diesen Moment für jeden Menschen.

Rainer Maria Schießler sagte mal: „Christus ist kein politisches Symbol, so wie man eine Brücke oder ein Rathaus anstrahlen kann.“ Gerade und deshalb ist es wichtig das wir uns den Glauben bewahren und nicht dem Mainstream folgen und uns lächerlich darübermachen. Last uns gemeinsam wieder Mahl halten mit Jesus, denn wahre Größe wird nicht in Geld dargestellt. Wahre Größe zeigt sich, wenn wir alle füreinander und miteinander im Glauben an Gott vereint sind.

Der musikalische Teil wurde unter Leitung von Gemeindereferentin Barbara Iberer, vom Jugendchor umrahmt.

Im Schlusslied „Wer glaubt ist nie allein“ zeigte sich die große Verbundenheit aller Gläubigen miteinander.

Im Segen gab Pfarrer Stefan Altschäffel allen Gläubigen Kraft und Gottes Fürsprache für die kommenden Herausforderungen mit auf dem Weg.

Die Andacht am späten Nachmittag, rundete den wunderschönen Tag dieses großen Sakramentes, mit der Weihe der Andachtsgegenstände für alle zufriedenstellend ab.

Höhen und Tiefen werden die Kinder und alle Gläubigen Tagein und Tagaus begleiten und fordern. Doch im Kern wird dieses weitere Sakrament der Kommunion eine Strahlkraft haben. Diesen Kern gilt es immer wieder hervorzuholen im gemeinsamen Leben unter uns Menschen. Wo Glaube verschwindet entsteht Raum, Raum für manch schlechte Eigenschaften eines jeden Menschen. Aber wer glaubt ist nicht allein, vor allem ist er nie klein!

Text: Theodor Huber Fotos: Karin Winter, Stefan Altschäffel

Nach oben scrollen