Sterbefall.

Was ist zu tun, wenn ein Sterbefall eintritt?

Aufgabe.

Wie Sie einen sterbenden Menschen begleiten.

Die Sorge um die sterbenden Mitchristen zählt zu den wichtigsten Aufgaben der christlichen Gemeinde. Christen wollen ihre Mitchristen in der Not des Sterbens nicht allein lassen. Schon die bloße Anwesenheit nahe stehender Menschen kann dem/der Sterbenden eine große Hilfe sein. Gemeinsames Gebet und Gesten der Zuwendung zeigen dem/der Sterbenden, dass andere ihn/sie begleiten wollen und mit ihm/ihr Gott um Erbarmen bitten. Ihre Nähe und Ihr Gebet werden das gläubige Vertrauen und die Hoffnung des/der Sterbenden auf Christus stärken.

Vor dem Tod.

Dem Sterbenden nah sein.

Auch wenn ein Sterbender/eine Sterbende bereits das Bewusstsein verloren hat, können diejenigen, die ihn/sie betend begleiten, aus den Worten der Hl. Schrift und aus dem Gebet Trost schöpfen und in ihrem Glauben gestärkt werden. Der österliche Sinn des Sterbens kann auch in Zeichen zum Ausdruck kommen, etwa indem man dem/der Sterbenden das Kreuz auf die Stirn zeichnet, wie es bei seiner/ihrer Taufe geschehen ist, als ihm/ihr das ewige Leben verheißen worden ist.

Nach dem Tod.

Den Sterbenden begleiten.

Sobald der Tod eingetreten ist, spricht eine/r der Anwesenden ein Gebet. Sie können dazu auch den Priester rufen. (Pfarrer Stefan Altschäffel, Tel. 09421/71159) Es ist sinnvoll, dazu eine Kerze zu entzünden, die an das Licht erinnert, das die Dunkelheit des Todes erhellt und unseren auferstandenen Herrn symbolisiert. Auch das Besprengen des Verstorbenen mit Weihwasser ist als Erinnerung an die Taufe und das ewige Leben angebracht.

Sie wünschen einen Priester?

Setzen Sie sich direkt mit uns in Verbindung. Wir sind für Sie da.

Leichenschau.

Rufen Sie unverzüglich einen Arzt.

Nach Eintritt des Todes muss unverzüglich ein Arzt verständigt werden zur Feststellung des Todes, der Todesart und der Todesursache. Bei Nacht besteht die Verpflichtung die Leichenschau unverzüglich zu veranlassen nur dann, wenn Anhaltspunkte für einen nichtnatürlichen Tod vorliegen.

Bestattung.

Nehmen Sie sich Zeit für den Abschied.

Um der Fürsorge für den/die Verstorbene/n gerecht zu werden, können die nächsten Familienangehörigen Kontakt zu einem Bestattungsunternehmen herstellen und ihm weitgehend die anfallenden Aufgaben übertragen. 

Die Angehörigen dürfen aber bei der Ausübung ihres Verfügungsrechts nicht nach Belieben verfahren, sondern nur unter Beachtung der Pietät und des beherrschenden Grundsatzes des Leichenrechts, nämlich des letzten, möglicherweise nur formlos geäußerten Willens des/der Verstorbenen. Andererseits müssen Sie nicht überstürzt den/die Verstorbene/n aus dem Haus schaffen.

Sie können sich Zeit nehmen zum persönlichen Abschied. Grundsätzlich sind menschliche Leichen spätestens erst 36 Stunden nach Todeseintritt in eine öffentliche Leichenhalle zu überführen.

 

Außerdem.

Sterberosenkranz oder anderes Gebetsgedenken.

Es ist ein guter alter Brauch, dass an den Tagen zwischen dem Sterben und dem Begräbnis mit den Angehörigen, Nachbarn und Bekannten für den/die Verstorbene/n gebetet wird. Eine eigene Aussegnungsfeier ist in unserer Pfarrei nicht vorgesehen.

Begräbnis.

Am Grab.

Beim Begräbnis erweist die Kirche dem/der Verstorbenen einen Dienst geschwisterlicher Liebe. Sie gedenkt dabei des Todes und der Auferstehung des Herrn und spricht den Trauernden christlichen Trost zu. In einer Predigt soll das Leben und das Lebenswerk des/der Verstorbenen dankbar gewürdigt werden. Für diesen Zweck ist ein vorausgehendes Gespräch mit dem Pfarrer sinnvoll.

Die Beisetzung darf frühestens 48 Stunden nach Todeseintritt stattfinden und soll vor Ablauf von 96 Stunden erfolgen. Sofern eine Grabstelle nicht zur Verfügung steht, muss für eine solche gesorgt werden.

Sterbebilder.

Persönlich. Für Sie.

Der Malkreis Ittling hat unter dem Motto Trauer hat heilende Kraft Sterbebilder veröffentlicht. 

Bei Interesse an einem Sterbebild wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro St. Johannes.

Im Anschluss.

Nach der Beisetzung.

Unsere Sorge um die Verstorbenen endet nicht mit der Beerdigung. Es gibt viele Formen, die helfen können, das Gedächtnis an die Heimgegangenen lebendig zu halten. Es ist ein schöner Brauch, ein Sterbebild drucken zu lassen und an die Teilnehmer des Beerdigungsgottesdienstes verteilen zu lassen. Der Grabstein erinnert an den Namen, an den Geburts- und den Sterbetag, und kann mit einem christlichen Symbol Auferstehungshoffnung dokumentieren.

Messintentionen für die Verstorbenen laden zum gemeinsamen Gebet ein. Messintentionen können im Pfarrbüro bestellt werden.

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