In einer beeindruckenden Liturgie durften wir am Karfreitag das Leiden und Sterben unsres Herrn Jesus Christus feiern. Nachdem die Glocken am Karfreitag dem alten Brauch nach „in Rom sind“, haben unsere Minis mit den Karfreitagsratschn das Erst- und Z’ammläuten übernommen. Der stille Einzug des liturgischen Dienstes mündete in der Prostratio an den Altarstufen. Die Passionserzählung aus dem Johannesevangelium, eindrucksvoll vorgetragen von unseren Lektoren Herrn Peter Schnettler und Herrn Theo Huber, sowie Pfarrer Stefan Altschäffel, möchte mehr sein als nur bloßer Bericht, sie ist Deutung und Verkündigung zugleich. In seiner Predigt stellte Pfarrer Stefan Altschäffel die Frage nach dem wahren Menschen in den Mittelpunkt. Paradoxerweise gibt der getriebene und abhängige Statthalter Pontius Pilatus die treffende Antwort auf die Frage, indem er auf den gefolterten Jesus verweist: „Seht, da ist der Mensch.“ In ihm wird die uralte philosophische Fragestellung beantwortet, was wahres Menschsein ausmacht: Die Fähigkeit, Liebe bis zur letzten Konsequenz zu leben und in absoluter Freiheit Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig wird in Jesus sichtbar, wie das ist, sich im Letzten ganz auf Gott hin vertrauend loslassen zu können. Später wurde das Karfreitagskreuz von Ministrant Korbinian Iberer in den Kirchenraum hineingetragen und zum Ruf „Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen“ emporgehoben. Es folgte die Kreuzverehrung durch den liturgischen Dienst und die gesamte Gottesdienstgemeinde. Dazu legten die Gottesdienstbesucher eine Blume als Zeichen der Verehrung nieder. Der Kirchenchor unter Leitung von Kirchenmusiker Stefan Seyfried begleitete die Kreuzverehrung mit den Gesängen „Hagios Theos“ und „Wir rühmen uns im Kreuze“. In der anschließenden schlichten Kommunionfeier durften wir Stärkung durch die hl. Kommunion erfahren. Zum Schluss bereiteten unsere Minis in würdevoller Art und Weise das Heilige Grab. Ein großes Dankeschön ergeht an alle, die sichtbar und hörbar, aber auch unsichtbar und ganz im Stillen dazu beigetragen haben, dass wir tiefer hineinfinden, konnten in Geheimnis des Leidens und Sterbens Jesu: Unserer Gemeindereferentin Barbara Iberer, unseren fleißigen Minis, dem Kirchenchor, sowie den Lektoren und den Blumenfeen, die sich im Anschluss um die Vorbereitungen für den Oster-Blumenschmuck kümmerten.
Hier ist die Aufzeichnung der Karfreiagsliturgie zu sehen.
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