Bauernjahrtag des Bauernhilfsvereins Amselfing/ Ittling und Umgebung

Mit einem Dank- und Gedenk Gottesdienst begann der 154. Bauernjahrtag in der Pfarrkirche St. Johannes Ittling. Zelebriert von Pfarrer Stefan Altschäffel, der von vier Ministranten umrahmt wurde. Frau Karin Gänger verstand es an der Orgel die Besucher zum Mitsingen zu animieren. Die Fürbitten wurden von der Vorstandschaft eindrucksvoll vorgetragen. Die nachhaltige Predigt von Pfarrer Stefan Altschaffel war geprägt vom besonderen Pflügen-Säen-Ernten. Schon der Prophet Hosea sagt schon im Alten Testament: Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe. Pflügen-säen-ernten, alles ist hier drin, die ganze Abfolge in der Landwirtschaft. Damit etwas gut wachsen kann, muss der Boden bereitet und pfleglich behandelt werden. Auf harten Boden wächst nichts gut. Verkrustete Strukturen müssen aufgebrochen werden, um etwas neues entstehen zu lassen. Solange es Zeit ist, sollten wir immer wieder von Neuem den Herrn suchen und uns auf Gott ausrichten. Was der Mensch sät, das wird er ernten. Anschließend ging es ins Gasthaus Bergbauer nach Sand zur 154. Jahreshauptversammlung. Vorstand Max Buchner konnte zahlreiche Ehrengäste willkommen heißen. Besonders erfreut war man, dass zum ersten Mal ein Bundesminister begrüßt werden konnte. Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer war gekommen, ebenso die stellvertretende Landrätin Barbara Unger, Bürgermeister Adalbert Hösl, MdL Josef Zellmeier, Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Josef Groß, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Deggendorf-Straubing, Franz Schreyer Kreisobmann beim BBV. Bundesminister Alois Rainer stellte seine beeindruckende, nachhaltige Rede unter das Leitmotiv „Wir säen Vertrauen, wir ernten Erfolg.“  Zahlreiche Forderungen aus der Landwirtschaft konnte er, trotz Sparzwängen in der Bundesregierung umsetzen. So etwa die vollständige Agrardieselsteuer-Rückvergütung, Absenkung der Stromsteuer, Wiederbelebung Made in Germany in der Land- und Ernährungswirtschaft, eine Agrar-Exportstrategie, Abschaffung der Stoffstrombilanz Pflicht, EUDR-hier wurde ein Bürokratie Monster verhindert, Wolf ins Jagdrecht und vieles mehr. Die Landwirtschaftspolitik wird wieder vom Kopf auf die Füße gestellt. Alois Rainer konnte seit seiner Vereidigung am 7. Mai von zahlreichen Besuchen, Diskussionen aber auch von Anfeindungen ihm gegenüber berichten. Es gibt immer wieder Nachrichten, die letztendlich die vollständige Wahrheit vermissen lassen. Da wird ihm angekreidet, dass er nicht selbst nach Brüssel gefahren ist beim Mercosur Abkommen persönlich zu sprechen. Die ganze Wahrheit ist aber, für ihn wurden genau 3 Minuten Redezeit vorgegeben und eine Verhinderung von Mercosur hätte er bei persönlicher Anwesenheit auch nicht erreichen können. Wie viele ist er zwar hin und hergerissen, aber in demokratischem Denken und Verantwortung für die ganze Wirtschaft darf man Mercosur nicht verhindern. Dennoch, er wird mit seinem Ministerium genau beobachten und bei Bedarf aktiv einschreiten, sollten sich Dinge ergeben, die nicht angenommen werden können. Bericht und Foto: Theodor Huber

Nach oben scrollen