
Die Freilichtmesse beim Weiher Zwiequanterin darf als besonderes sommerliches Highlight im Pfarrleben gelten. Auch heuer versammelten sich viele Pfarrangehörige an einem schönen Sommerabend zur Seemesse, die von den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates mit PGR-Sprecherin Ursula Meier an der Spitze liebevoll vorbereitet wurde. Zwei Pavillons beschirmten die Altarinsel sowie den Musikerbereich. In seiner Predigt in Bezug auf die Aussendung der 72 Jünger durch Jesus meinte Pfarrer Stefan Altschäffel:
„Dass Jesus sie wie Schafe mitten unter die Wölfe schickt, hat mit der Gewaltlosigkeit seiner Botschaft zu tun. Was sie zu sagen haben, wird zwangsläufig Widerstände auslösen, denn die befreiende Nachricht, dass Gott Herr ist und niemand sonst, führt geradewegs zum Entlarven und zur Kritik menschlicher Machtmissbräuche. Die Boten aber sollen sanft und gutmütig bleiben und sich auch durch Widerstände nicht dazu hinreißen lassen, die Logik der Wölfe anzunehmen. Das Einzige, worauf sie sich stützen, ist Gottvertrauen. Und sie sollen auf Augenhöhe mit den Menschen bleiben. „Esst und trinkt, was man euch anbietet/vorsetzt“. Das bedeutet im heidnischen Umfeld, für das der Evangelist Lukas schreibt, keine religiösen Traditionen zwischen sich und die Lebenswelt der Adressaten treten zu lassen. Es gilt, in ihren Häusern zu wohnen, ihr Brot zu essen, ihre Hoffnungen, Sorgen und Nöte zu teilen und nicht, sich abzusondern.“
Der Gottesdienst wurde bestens musikalisch gestaltet von den Donaumusikanten unter Leitung von Gerhard Loibl, die auch das sich anschließende gemütliche Beisammensein bei kühlen Getränken und einer kleinen Brotzeit mit ihren Klängen erfreute.
Text: StA, Fotos. StA