Ein herzliches Willkommen Herrn Diakon Willi Poiger

18. September 2020

Es ist eine große Freude, dass ab Mitte Oktober Herr Willi Poiger aus Windberg die pastorale Arbeit im Ittlinger Pfarrteam unterstützt und ergänzt. Nicht zum ersten Mal ist damit ein Diakon in der Pfarrei Ittling tätig, wobei das Wirken eines Ständigen Diakons schon länger zurückliegt. Als Pfarrer empfinde ich es als großen Glücksfall und als eine große Bereicherung, dass Willi Poiger sich für den Dienst in unserer Pfarrei entschlossen hat und die Bistumsleitung ihn uns zu- weist. Willi Poiger ist 55 Jahre alt, verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und ein Enkelkind. Hauptberuflich führt er seinen Kunst-und Bauglasereibetrieb in Windberg. Willi Poiger ist unserer Pfarrei schon länger verbunden und wirkte maßgeblich mit an der Gestaltung unseres Pilgerkreuzes sowie der Erdurnenanlagen (Urnenglasstelen und Erdurnengarten zu den vier Elementen) in unserem Friedhof. Er wird sich als Diakon mit Zivilberuf in die Grunddienste von Diakonie, Verkündigung und Liturgie einbringen. In folgenden Zeilen stellt Willi Poiger sich selbst und sein Grundverständnis seines diakonalen Dienstes vor:         

Liebe Mitchristen,                                            am Samstag, 10. Oktober 2020 werde ich im Regensburger Dom zum Ständigen Diakon geweiht. Ich freue mich, künftig meinen Dienst in der Pfarrei Ittling tun zu dürfen. Und ebenso freue ich mich, Sie und Euch kennenzulernen.

Während meiner fünfjährigen Ausbildungszeit bin ich oft gefragt worden, ob ich jetzt meinen Glaserei-betrieb aufgebe. Auf diese Frage gibt es ein klares „Nein“. Der Diakon mit Zivilberuf ist ein „Ehrenamt“ mit etwa sechs Wochenstunden. Meinen Lebensunterhalt verdiene ich mit Freude und Begeisterung – wie bisher – mit meinem Glasereibetrieb und meiner Glasgestaltung.

Auch wurde ich oft gefragt, was ein Diakon überhaupt ist und tut und auch, warum ich mir „das“ antue, gerade jetzt, wo doch die Kirche für einen großen Teil der Menschen zum „davonlaufen“ scheint. Ob ich denn nichts Besseres mit meiner ohnehin knapp bemessenen Zeit anzufangen wüsste?

Ich denke, gerade die letzte Frage trifft es. Es ist nämlich nichts anders, als die Frage, was mein Leben trägt. Für mich kann ich sagen, dass ich Gott zutiefst dankbar bin. Ich habe ihn immer als der „Ich bin der Ich bin da“ erfahren. Sicher, auch in meinem Leben gab und gibt es schwere Zeiten. Aber gerade in diesen Situationen kam und kommt immer wieder „ein Licht“, etwas oder jemand, das oder der ein Stück Weitergehen ermöglicht. Und aus dieser Erfahrung, dass Gott es gut mit uns Menschen meint, möchte ich als Diakon in der Pfarrei Ittling mit Ihnen/Euch ein Stück Weg gehen und „da sein“. In guten, aber auch in schweren Zeiten.

Das Amt des Diakons lässt sich kurz wie folgt beschreiben: „Diakonos“ heißt übersetzt „Dienen“. Der Diakon unterstützt den Pfarrer. Zu seinen Aufgaben gehört die Taufe zu spenden. Trauungen und Beisetzungen (beide ohne Eucharistiefeier) sind Dienste des Diakons. Ebenso findet man den Diakon bei Wortgottesdiensten, Andachten, Segnungen u.a.m. Er bringt die Krankenkommunion. Im normalen“ Gottesdienst vertritt er durch seine Anwesenheit am Altar die Gemeinde. Er ist u.a. beauftragt, das Evangelium vorzutragen und zu predigen. Ein Kernbereich des „Dienens“ liegt sicher in der Sorge um Kranke, Sterbende, Trauernde und alle Menschen, denen es nicht so gut geht.

                       

 

Sicher gäbe es noch viel zu schreiben. Ich bin aber der Meinung, ein persönliches Gespräch – wenn auch derzeit mit dem gebotenen Abstand – ist die bessere Möglichkeit, einander kennenzulernen. 

Eine Möglichkeit ist der geplante Einführungsgottesdienst am Kirchweihsonntag, 

18. Oktober um 10.15 Uhr.

Ich freue mich auf meinen Dienst in der Pfarrei Ittling-Amselfing und ganz  besonders auf Sie!

Herzliche Grüße Willi Poiger

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