Dankbarer Rückblick auf Weihnachten 2020/2021

Unendlich treue Dienste
Im Vorfeld von Weihnachten wurde schon sehr deutlich, dass wir Weihnachten unter besonderen Umständen und Beschränkungen feiern müssen. Nachdem keine Proben der Chöre möglich waren und auch kein Treffen wegen eines Krippenspiels erlaubt war, lag es auf der Hand: Weihnachten würde von der Gestaltung her sehr viel anders sein. Darauf stellten wir uns rechtzeitig ein, selbst eine jähe Vorverlegung der Christmetten konnte trotz schon erfolgter Anmeldungen dank des Engagements von Pfarrsekretärin Elfriede Waibl im Pfarrbüro gemeistert werden. Der schöne Christbaum, gespendet von Fam. Georg Babl, in die Kirche gebracht durch Kirchenrat Johann Mühlbauer samt weiterer Helfer, wurde „Corona konform“ bestens geschmückt von Gitte und Klaus Feldmeier. Die beiden stellten auch vor dem Pfarrhaus heuer zum ersten Mal einen kleinen Christbaum auf sowie die Gartenweihnachtskrippe. Die Pfarrkirche zierte mit bezauberndem weihnachtlichen Dekor Angela Baumgartner mit sicherer Hand. Das Krippenteam um Monika Pfeifer und Tanja Haider vollendete das seit den Tagen des Advents wachsende Werk in bewährter Weise. An allen Weihnachstagen brannte stets das „Friedenslicht von Betlehem“ bei der großen Krippe vor dem Altar, das mit Dauerkerzen, die zum Kauf angeboten wurden, nach Hause getragen werden konnte. In der Filialkirche Amselfing kümmerte sich Familie Josef und Ingrid Sagstetter liebevoll um weihnachtlich-festlichen Lichterglanz. Die vielen und aufwändigen Dienste in der Sakristei in Ittling übernahm vertretungsweise und sehr professionell und umsichtig ein weiteres Mal unser Johannes Irrgang, unterstützt von Frau Herzog. Webmaster Peter Sigl kümmerte sich treu um die zahlreichen Livestreams, welche auch jenen, die zuhause geblieben sind aus verständlichen Gründen, die Teilnahme an unseren Gottesdiensten im Youtube Kanal der Pfarrei ermöglicht haben.

Herrlich-kreative Kirchenmusik
Für die edle „musica sacra“ haben unsere Kirchenmusiker, Chorregent Stefan Seyfried und Karin Gänger, sehr engagiert gesorgt. Sie boten angesichts der harten Beschränkungen ein herrliches und qualitativ hochwertiges festliches musikalisches Programm auf, teils unterstützt von Instrumental- und Gesangssolisten, teils auf mehreren Instrumenten (schier gleichzeitig) ihr großes Können erweisend.
Anschauliche weihnachtliche Landschaft im Kirchhof
Unter der Regie von Gemeindereferentin Barbara Iberer entstand durch die Mithilfe von Pfarrgemeinderät*innen und Ministrantengruppenleiter*innen sowie „Malerschaf Xaverl“ eine sehenswerte weihnachtliche Landschaft im Kirchhof, die das Weihnachtsfest lebendig erlebbar machte, vom Christbaum, dem Hirtenfeld, der Krippe bis hin zum Zug der Weisen aus dem Morgenland. In den weihnachtlichen Tagen waren fast zu jeder Zeit Besucher im Kirchhof anzutreffen, die sich für die sehenswerte Installation interessiert haben.
Vielseitiger Heiligabend mit Christmas-Time, Light Stations und Metten
An Heiligabend war nachmittags eine „Christmas-Time“ angesagt, die sich vor allem an Kinder und Familien richtete. Zu jeder vollen Stunde gab es eine kleine Feier mit Verkündigung, gestaltet durch Gemeindereferentin Barbara Iberer mit einer Instrumentalgruppe aus den Reihen der Jugendband, Ruhestandspfarrer Heiner Zeindlmeier mit Pfarrhausfrau Angelika Aschenbrenner sowie Pfarrer Stefan Altschäffel unter Mithilfe von Diakon Willi Poiger und Johannes Biebl. Währenddessen konnten Pfarrangehörige auch an verschiedenen von aufgeschlossenen Familien betreute Light-Stationen in der Pfarrei das Friedenslicht von Betlehem entgegen nehmen. Ein Abendlob mit Diakon Willi Poiger leitete über zu den beiden Christmetten, zelebriert von Pfarrer Heiner Zeindlmeier sowie Pfarrer Stefan Altschäffel in Konzelebration mit BGR StD Josef Hiebl.

Das Licht kam in die Welt
Am Weihnachtsfeiertag brachte Pfarrer Stefan Altschäffel in seiner Predigt dem Johannesprolog mit einem modernen Bild den Gottesdienstbesuchern nahe. Es erzählt von Gott, dem wahren und lebendigen Licht, das hineindringen will in die Finsternis der Welt. In Jesus Christus gelang der Durchbruch, dadurch geschah neue Schöpfung, nicht materiell dieses Mal, sondern „erleuchtend“. Seither sehen wir die Welt und unser Leben in neuem Licht.
Stephanus sieht den „Offenen Himmel“
Am Zweiten Weihnachtsfeiertag galt der Filialkirche Amselfing besonderes Augenmerk. Pfarrer Stefan Altschäffel zelebrierte mit musikalischer Unter-stützung von Kirchenmusiker Stefan Seyfried am Harmonium das Stefanieamt zum Patrozinium und ging in seiner Predigt auf das „moderne“ Deckenfresko mit der Predigt des Diakons Stephanus ein. Leider war der Kreis der Mitfeiernden dieses Mal beschränkt auf die Amselfinger Bevölkerung, ein Life Stream weitete die Möglichkeit der Teilnahme. In der Pfarrkirche hielten BGR StD Josef Hiebl und Pfarrer i. R. Heiner Zeindlmeier derweil die Festtagsgottesdienste.
Leg deine Hand vertrauensvoll in Gottes Hand
Zum Jahresschluss wurde in der Pfarrkirche der in diesen weihnachtlichen Tagen wohl am besten besuchteste Gottesdienst gefeiert. Nach einer vorangegangenen Vesper mit Diakon Willi Poiger ließ Pfarrer Stefan Altschäffel zusammen mit BGR Josef Hiebl das Jahr im Schein der bezaubernden Taloralichter ausklingen. Seine Predigt erfolgte im Blick auf die berühmte und bezaubernde Schutzengelfigurengruppe des Rokokobildhauers Franz Ignaz Günther von 1763. Sie will dazu einladen, ja geradezu verlocken, unsere Hand vertrauensvoll in die Hand Gottes zu legen. Die Glocken von St. Johannes läuteten das Neue Jahr ein, begleitet doch von einigen Silvesterraketen, irgendwo schien es doch „heimliche Neujahrsmunitionsdepots“ zu geben .

Sternsingeraktion heuer
„auf anderen Wegen“
Es wäre durchaus schon alles bereit gewesen für die Sternsingeraktion 2021 in der bewährten Form, über 20 Kinder und Jugendliche sowie erwachsenen Begleiter und Helfer hatten ihr Mittun zugesagt, den Friede und den Segen der Weihnacht in die Wohnstätten der Pfarrei Ittling zu tragen und für Kinder in Armut und Not, heuer besonders für Projekte in der Ukraine zu sammeln. Letztendlich war dann das Sternsingen wie andernorts auch, in dieser Form nicht möglich. Doch unser Sternsingerleitungsteam ließ sich etwas einfallen, die Grundanliegen der Sternsingeraktion zu verwirklichen. In der Pfarrkirche war eine Sternsingerstation aufgebaut, an der der Segensaufkleber sowie der Weihrauch erhältlich waren und Spenden für das Kindermissionswerk abgegeben werden konnten; ebenso in der Bäckerei Artmeier und in der Metzgerei Nothaft. Den beiden Geschäften gilt großer Dank für die Aufge-schlossenheit und Großzügigkeit. Zusätzlich gab es weitere Stationen zur Ausgabe von Informationen und Spendentüten „To go“ an verschiedenen Orten in der Pfarrei. Die Sternsinger übermittelten ihren Segensspruch in fünf Gottesdiensten, die auch per Lifestream übertragen wurden, sowie in einem eigens produzierten Youtube Video.

Epiphanie…Segensvolles Aufleuchten der Herrlichkeit Gottes
Am Vorabend des Dreikönigstages wurden nach altem Brauch Wasser, Salz, Kreide und Weihrauch gesegnet. Pfarrer Stefan Altschäffel erschloss in seiner Predigt die tiefere Wirklichkeit hinter der „Legende“ vom Besuch der Sterndeuter aus dem Morgenland beim göttlichen Kind in Betlehem. Der leuch-tende Stern sowie die Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe sind Botschaft für uns, dass unser Leben zur Legende wird, die vom Aufleuchten der Herrlich-keit Gottes wird in unserer Gegenwart.
Hundertfacher inniger Dank von ganzem Herzen
Unser innigster Dank und höchste Anerkennung gilt allen in der Rückschau erwähnten Mitchristen sowie allen, die durch ihre Unterstützung, ihre Aufgeschlossenheit, ihren Großmut, ihre Kreativität und ihr Können beigetragen haben, dass es Weihnachten werden konnte in diesen wahrlich nicht einfachen Zeiten. Unser bestimmt hundertfacher Dank und unser höchster Respekt kann nur einmünden in ein schlichtes aber herzliches „Vergelt`s Gott“. Ich bin sehr dankbar, ja schier überwältigt – und spreche hier auch im Namen aller Mitarbeiter im Pfarrteam – vom vielfachen Zeugnis einer lebendigen Weihnacht in der Pfarrgemeinde Ittling.

Stefan Altschäffel, Pfarrer

zu sammeln

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